Schlagwort

Schlagwort

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Schlag|wort ['ʃla:kvɔrt], das; -[e]s, Schlagworte ['ʃla:kvɔrtə], auch: Schlagwörter ['ʃla:kvœrtɐ]:
kurzer, formelhafter Ausspruch, der oft sehr vereinfachend eine Idee, ein Programm, eine allgemeine Meinung o. Ä. wiedergeben soll:
eine Kampagne unter dem Schlagwort »Soziale Gerechtigkeit« führen.
Syn.: Parole.

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Schlag|wort
I 〈n. 11, seltener: n. 12u
1. treffendes, vielgebrauchtes Wort zum Kennzeichnen einer Zeiterscheinung
II 〈n. 12u; BibliothekStichwort, Kennwort, das den Inhalt eines Buches bezeichnet, meist dem Buchtitel entnommen ● Katalog nach Schlagwörtern

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Schlag|wort , das <Pl. …wörter u. -e> [urspr. = Stichwort für den Schauspieler]:
1. <Pl. -e, seltener auch: …wörter>
a) prägnanter, oft formelhafter, meist leicht verständlicher u. an Emotionen appellierender Ausspruch, der oft als Parole, als Mittel zur Propaganda o. Ä. eingesetzt wird:
die -e der Französischen Revolution;
b) (oft abwertend) abgegriffener, oft ungenauer, verschwommener, bes. politischer Begriff, den jmd. meist unreflektiert gebraucht; abgegriffene Redensart, Gemeinplatz:
solche -e helfen niemandem.
2. <Pl. Schlagwörter> (Verlagsw.) einzelnes, meist im Titel eines Buches vorkommendes, kennzeichnendes, den Inhalt des Buches charakterisierendes Wort für Karteien, Kataloge o. Ä.

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I
Schlagwort,
 
1) allgemein: prägnanter, oft formelhafter, meist leicht verständlicher, die Tatsachen vereinfachender und an Emotionen appellierender Ausspruch, der oft als Parole, als Mittel zur Propaganda u. Ä. eingesetzt wird; oft abwertend für: abgegriffener, verschwommener, besonders politischer Begriff, der meist unreflektiert verwendet wird; auch allgemein für: abgegriffene Redensart, Gemeinplatz.
 
 2) Buch- und Bibliothekswesen: ein Wort, mit dem man den Inhalt einer Publikation knapp und treffend beschreiben kann (z. B. in Katalogen und Bibliographien). Ein Schlagwort kann aus einem oder mehreren Wörtern bestehen; es kann, muss aber nicht im Titel einer Publikation enthalten sein.
II
Schlagwort,
 
Verschlagwortung.

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Schlag|wort, das <Pl. ...wörter u. -e> [urspr. = Stichwort für den Schauspieler]: 1. <Pl. -e, seltener auch: ...wörter> a) prägnanter, oft formelhafter, meist leicht verständlicher u. an Emotionen appellierender Ausspruch, der oft als Parole, als Mittel zur Propaganda o. Ä. eingesetzt wird: die Schlagworte der Aufklärung, der Französischen Revolution; Slavitzki ... fand Gefallen an besonders kräftigen nationalsozialistischen Schlagwörtern (Hilsenrath, Nazi 39); Hinter dem bekannten S. „Brot und Spiele“ muss man sich die spätrömischen Massen südländischer Unbeschäftigter versammelt denken (Gehlen, Zeitalter 67); b) (oft abwertend) abgegriffener, oft ungenauer, verschwommener, bes. politischer Begriff, den jmd. meist unreflektiert gebraucht; abgegriffene Redensart, Gemeinplatz: solche -e helfen niemandem; er hat immer ein paar -e zur Hand, wirft häufig mit -en um sich. 2. <Pl. Schlagwörter> (Buchw.) einzelnes, meist im Titel eines Buches vorkommendes, kennzeichnendes, den Inhalt des Buches charakterisierendes Wort für Karteien, Kataloge o. Ä.

Universal-Lexikon. 2012.

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